Quicken – nach wie vor die Finanzsoftware meiner Wahl

27. 09. 2012

Quicken1
Sie wissen ja, dass ich auch für deutsche-startups.de Artikel schreibe und einer der Themenbereiche, auf die ich mich dort fokussiert hab, sind neue Tools, SAAS-Dienste und Softwares.

So hab ich auch schon einige wirklich gute – natürlich auch weniger gute – Tools rund um die persönlichen oder geschäftlichen Finanzen kennengelernt und mir genauer angesehen.

Und bisher hat mich noch keines dieser Angebote so überzeugt, dass ich dafür die Nutzung der Software aufgeben würde, die ich schon seit vielen Jahren zum Banken, für meine Solvenz- und Liquiditätsplanung und auch als wichtige Unterstützung meiner Buchführung benutze: Der Finanzsoftware Quicken von Lexware.
Zugegeben, ich nutze längst nicht alle Funktionen dieser mächtigen Software, weil ich zum Beispiel keine Wertpapieranalysen damit mache und auch einiges andere einfach noch nicht gebraucht hab. Aber was ich nutze, finde ich richtig gut.

Es gibt mehrere Argumente, warum ich bei Quicken bleibe:

1. Enorme Zeitersparnis

Ich banke mit Quicken. Das heißt, ich hole meine Kontostände online damit ab, tätige sämtliche Überweisungen darüber und richte Daueraufträge damit ein. Das spart mir viele Wege und Korrespondenz mit meiner Bank. Ok, online-banken könnte ich auch mit zig anderen Finanzsoftwares.

Der für mich wirklich wichtige Zeitsparer ist, dass ich keine einzige Buchung, die unbaren Geldfluss darstellt, jemals irgendwo manuell eingeben muss. Weil ich ja meine Kontoauszüge auch online mit Quicken abhole, wird jede Buchung einzeln aufgeführt. Das ist eine echte Hilfe bei der Buchführung:

Mit zwei Klicks erstelle ich einen Report für einen beliebigen Zeitraum – zum Beispiel für den vergangenen Monat für die Umsatzsteuervoranmeldung – exportiere ihn nach Excel und brauche dort nur noch die Barausgaben manuell einzupflegen. Weil jeder Buchung eine Kategorie zugewiesen ist, kann ich die Tabelle sehr einfach sortieren und hab ratzefatz alle Zahlen, die ich für die Steuererklärungen und- voranmeldungen brauche. Man könnte das alles sogar direkt in Quicken machen, aber ich mach's halt immer noch mit Excel.

2. Sicherheit beim Online-Banken

Immer wieder bin ich froh, wenn ich von gehackten PINs und TANs lese, dass ich mit Quicken auch per EC-Karte und HBCI-Code banken kann. Nix PINs, nix TANs. Karte in den Chipkartenreader (wird per USB angeschlossen und kostet irgendwas zwischen 5 und 10 Euro), und zack – Auszüge abholen oder Geld überweisen. Karte wieder raus aus dem Reader und die Verbindung ist getrennt. Kein Zugriff möglich auf mein Konto. Suuuper.

3. Übersicht über Solvenz und Liquidität

Prima ist auch, dass man jeder Buchung eine Kategorie bzw. Unterkategorie zuordnen kann – und sollte. Klar, es bedeutet ganz am Anfang Arbeit, die Kategorien einzurichten und den Buchungen zuzuordnen. Diese wird aber von Buchung zu Buchung weniger, weil Quicken sich die Zuordnungen merkt und man zusätzlich Regeln definieren kann. Nach einer Weile braucht man kaum noch neue Kategorien anzulegen oder Buchungen manuell eine Kategorie zuzuweisen.

Wenn man die Kategorien-Zuweisung konsequent macht, liefert Quicken super Statistiken zu Ausgaben und Einnahmen. Ich weiß genau, wie viel Geld ich wofür in einem frei zu wählenden Zeitraum ausgeben hab und wie meine Einnahmen sich gegenüber meinen Ausgaben verhalten. Und ich kann Budgets einrichten, durch die mir Quicken hilft, nicht zu leichtfertig shoppen zu gehen ;-)

Über die Jahre wurde Quicken immer weiterentwickelt und wurde so immer komfortabler und bekam neue nützliche Funktionen dazu. Jedes Jahr gibt es ein kostenpflichtiges Update, das ich zum Beispiel aber nur etwa jedes zweite Jahr nutze. Reicht mir völlig. Die gratis-Updates zwischendurch nutze ich natürlich.

Vollen Herzens empfehlen kann ich Quicken vor allem seit der neuesten Version, in der endlich, endlich die Suchfunktionen radikal verbessert wurden. Bestimmte Buchungen zu suchen war bisher immer eine kleine Schwachstelle, fand ich, aber auch das hat man jetzt prima in den Griff bekommen.

Fazit: Obwohl ich mich in Sachen Software gründlich umgucke, hab ich bisher noch nichts gefunden, das in Sachen Online-Banking und Buchführungs-Unterstützung Quicken das Wasser reichen konnte.

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Veröffentlicht von Elke Fleing

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6 Kommentare. Schreiben Sie doch einen Kommentar

Wincrease Online Marketing
09.10.2012 11:49

Danke für die Empfehlung. Bisher bin ich zwar mit meinem Online Banking zufrieden, aber der Einsatz einer solchen Software wäre zu überlegen.

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Rückschau Oktober: Besuch bei den Blognachbarn - Meine Firma und ich - Meine Firma und ich
24.10.2012 14:31

[...] Verdienen Freiberufler mehr oder weniger, wenn sie sich von einer Agentur vermitteln lassen? Dieser Frage geht Mathias Kempowski für das Blog 4freelance.de nach und wertet dafür eine Studie der GULP Information Services GmbH aus. Das Resümee: In jeder Branche herrschen eigene Regeln. http://www.4freelance.de/blog/warum-freiberufler-nicht-auf-agenturen-verzichten-konnen/ http://www.gulp.de/kb/org/Branchen-im-Vergleich-Wie-viele-Projekte-werden-direkt-vergeben.html Finanzsoftware Quicken – ein Anwenderbericht [...]

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Danke für die Vorstellung der Software, Gilt es dann wohl mal anzutesten…

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Das Programm scheint wirklich praktisch und benutzerfreundlich zu sein.
Ich werde es mir mal genauer ansehen.

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Frankfurt
03.11.2012 18:49

Wir waren auch auf der Suche nach einer neuen Software und sind auf Quicken gestossen. Wir werden sie jetzt wohl auch mal mal testen

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Ich muss dir da voll und ganz zustimmen. Ich verwende die Software auch schon seit ein paar Jahren und ich finde es gibt nichts vergleichbares als das Produkt von Lexware. Wiso kommt da schon am nähesten ran, aber kann nicht das leisten, was Quicken leistet.

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