Erste Eindrücke: Microsoft Office 2013 + Office 365

19. 11. 2013

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Gleich vorweg: Dies wird kein vollständiger Testbericht zur aktuellen Version von Microsoft Office. Zumal ich zu den Kollaborations-Features, die Office 365 von Office 2013 unterscheiden, eh noch nichts sagen kann, weil noch nicht genutzt.

Aber ich schildere mal, was mir positiv oder negativ an der neuen Office-Version aufgefallen ist:

Aller Anfang war extrem holperig

Was allerdings wohl nicht an der Software selbst, sondern am Backend von Microsoft liegt. Denn ich habe nur für den Download der Desktop-Version für Windows geschlagene 4 Stunden gebraucht. Das System ließ mich einfach nicht. Obwohl ich 3 verschiedene Browser ausprobiert hab: Firefox, Chrome und sogar den Internet Explorer, kam ich nicht ran an den Download.

Völlig genervt hab ich die Hotline angerufen – nachdem ich eine gefühlte Stunde lang die Rufnummer dazu gesucht hab – und zack: Kaum hatte ich den vierten Mitarbeiter an der Strippe, nachdem ich insgesamt weitere etwa 70 Minuten in diversen Warteschleifen verbracht und mit ratlosen Hotlinern gesprochen hatte… konnte ich die neue Office-Version downloaden. Frage man mich nicht, warum es dann funktionierte, die unendlich vielen Klicks bis zum Download kann ich beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen.

Fix Sicherungskopien aller Einstellungen, Regeln und Outlook-Dateien angelegt, mich mental auf weitere eineinhalb Stunden eingestellt, die die Installation dauern würde und los ging's.

Die Installation lief unter dem Kommando ‚Adrenalinspiegel: Senken!'

Die Installation selbst barg dann allerdings ausschließlich positive Überraschungen. Keine 2 (!) Minuten, nachdem ich sie gestartet hab, konnte ich schon wieder in sämtlichen Office-Programmen arbeiten. DAS ging echt fix! – Zugegeben, ich hab 'nen Turbo-Rechner und SSD-Platten, aber dennoch…)

Und: Anstandslos wurden sofort und auf Anhieb alle Outlook-Regeln und  -Ordner, Einstellungen in Word und Excel inkl. meiner früher eingerichteten Schnellzugriffsleisten wieder hergestellt.

Klasse! Völlig umsonst vorher zig Tests mit dem Computerfachmann meines Vertrauens gemacht. Es funktionierte einfach alles. Sofort.

Die Umstellung von Outlook 2010 fällt leicht

So richtig Grundlegendes hat sich nicht geändert gegenüber der Bedienung von Office 2010 oder 2007 – kein Vergleich zum Umstellungsaufwand, als man von Office 2003 kam.

Klar, die Optik ist modernisiert, so dass man sich erstmal an das neue Aussehen der Buttons gewöhnen muss, aber ansonsten: Erst mal fast alles wie immer…

Was mir bisher beim neuen MS Office an Neuigkeiten auffiel

Microsoft stellt natürlich Infos über alle Neuerungen in Office 2013/ Office 365 zur Verfügung. Aber ich hab noch längst nicht alle ausprobiert.

Der erste Eindruck von der Optik der Menüs in jedem Office-Programm ist nicht so schön:

Iiibäh, wie sieht denn das Schriftbild der Menüs aus?!

Entweder ich hab sie noch nicht gefunden, oder es gibt keine Cleartype-Funktion mehr. Mit ihr konnte man in früheren Versionen das Schriftbild individuell einstellen, so dass es am eigenen Bildschirm richtig scharf ist. Geht wohl nicht mehr.

Im Fließtext stelle ich keine Veränderungen zu früher fest, aber das Schriftbild der Menüs in Office sieht echt grottig aus. Und dann noch alles in pfui bäh-Großbuchstaben. Hmm, ausbaufähig…

Andere Neuerungen gefallen mir deutlich besser:

Ui, in Word gibt's einiges an neuem Komfort

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Die Gestaltung von Texten mit Bildern wurde deutlich und in mehreren Punkten verbessert.

Es gibt jetzt ‚intelligente Hilfslinien‚ wie in Photoshop, die beim Herumschubsen von Bildern immer genau zeigen, welcher Teil eines Bildes womit im Dokument bündig läuft.

Im Kontextmenü, das man mit Klick auf die rechte Mousetaste erreicht, nachdem ein eingefügtes Bild angeklickt wurde, gibt es jetzt den Punkt ‚Beschriftung einfügen'. Der bastelt automatisch ein Textfenster mit der Bildunter- oder nach Wahl – Überschrift, mit automatischer Abbildungs-Nummerierung und allem Pipapo.

Und ebenfalls per Mouseklick – und zwar direkt neben dem Bild – kann man ohne Klick-Umwege die Layoutfunktionen des Bilds einstellen.

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Eine ganz unscheinbare Neuerung ist besonders beim Schreiben langer Texte enorm praktisch: Musste man früher immer mühsam ein Inhaltsverzeichnis erstellen, um bei langen Texten den Überblick über die Struktur des Textes zu behalten, kann man jetzt einzelne Abschnitte mit einem Klick ausblenden. Einfach mit der Mouse über eine Überschrift gehen, den kleinen Pfeil am Zeilenbeginn klicken und schon sieht man nur noch die Überschrift dieses Abschnitts. Das funktioniert bei Überschriften aller Ordnungen, also selbst bei einer H6 noch. Super!

Outlook wird bunt und so

Auch hier sind's vor allem Kleinigkeiten, die mir bisher positiv auffielen:

In der Kopfzeile des Kalenders kann man sich jetzt das Wetter von heute bis übermorgen für einen beliebigen Ort anzeigen lassen. Nett.

Bei den E-Mails hat Microsoft die Farbe entdeckt: Die Anzahl ungelesener Nachrichten in der Ordnerliste und die ungelesenen Nachrichten in den Ordnern selbst sind jetzt fett hellblau statt wie bisher fett schwarz. Finde ich übersichtlicher.

Der Social Connector zu LinkedIn und Facebook ist jetzt standardmäßig integriert, nicht mehr nur über ein Zusatz-Plugin installierbar. Oder war das in Office 2010 auch schon so? Egal…

Connections zu Xing- und Twitter fehlen mir allerdings schmerzlich – inzwischen müssten eigentlich die APIs beider Netzwerke wieder freigegeben sein, so dass diese Netzwerke problemlos zu integrieren sein müssten. Microsoft, mach das mal fix…

Update: Nicht Microsoft, aber Xing selbst hat schon dafür gesorgt, dass man seine Xing-Kontakte und deren Updates mit Outlook verknüpfen kann. Es gibt den XING Outlook Connector, den man sich gratis installieren kann. Funktioniert super bei mir.

Mit den verschiedenen Ansichten der Kontakte hadere ich noch. Eigentlich finde ich die Ansicht ‚Personen' mit Abstand am schönsten und übersichtlichsten.

Nachteil, der mich doch wieder auf die Ansicht Visitenkarten ausweichen lässt: In der Personen-Ansicht wird der Text unter ‚Notizen' nicht mit meiner Formatierung sondern in einer Einheitsschriftgröße angezeigt. Weil ich bei manchen Kontakten sehr viel als Notiz eingegeben – und der Übersichtlichkeit halber eben unterschiedlich formatiert – habe, ist die Personen-Ansicht für mich also leider kaum nutzbar. Ich blick dann einfach nicht mehr durch die Notizen durch.

Und Sie?

Das waren meine ersten Eindrücke vom neuen Microsoft Office. Und Sie? Was behagt oder missfällt Ihnen so an der neuen Office-Version?
Bild ganz oben: Shutterstock, People teamwork, bearbeitet

Veröffentlicht von Elke Fleing

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